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Aufbereitung der Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit als Datenquelle für problemorientierte Berichtssysteme

Die Beschäftigtenstatistik der Bundesanstalt für Arbeit steht als 1-Prozent-Stichprobe bereits seit einigen Jahren der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie hat sich in zahlreichen Untersuchungen insbesondere von Erwerbseinkommen, Erwerbsverläufen und Arbeitslosigkeit als wichtiges Instrument der Sozialforschung erwiesen. Ein erheblicher Vorteil ist der große Stichprobenumfang von mehreren hunderttausend Personen (West- und Ostdeutschland zusammengenommen).

Für Arbeitsmarktanalysen gerade in Ostdeutschland können die bisher vorliegenden Stichproben jedoch nicht vollständig befriedigen, weil ihr Zeitfenster nur bis 1995 bzw. (in einer Stichprobe mit Regionalinformationen unter Verzicht auf andere Merkmale) bis 1997 reicht. Damit kann zwar die Übergangszeit in der ersten Hälfte der 90er Jahre untersucht werden, jedoch fehlen aktuellere Daten. Auch kommt man bei feingliedrig – etwa nach Beruf, Alter und/oder Region – differenzierten Analysen auch mit einem Stichprobenumfang von einigen zehntausend Personen (nur auf Ostdeutschland bezogen) schnell an die Grenzen statistischer Aussagekraft.

Vor diesem Hintergrund hat das Projekt ein dreifaches Ziel:

Erstens soll eine erneute Stichprobe aus der Beschäftigtenstatistik gezogen werden, die möglichst aktuelle Analysen erlaubt (Zeitfenster mindestens bis zum Jahr 2000). Dabei wird eine 2-Prozent-Stichprobe angestrebt, die noch tiefergehende Analysen möglich macht. Ferner sollen die Daten regional aufgeschlüsselt und nach Möglichkeit regionalbezogene Informationen zu den Daten hinzugespielt werden. Ein wesentliches Standbein dieses Arbeitsschrittes ist schließlich die Entwicklung von Verfahren zur Verringerung des bislang sehr erheblichen Aufwands bei der Gewinnung zukünftiger aktualisierter Stichproben.

Zweitens sollen im Rahmen des Projektes Analysen regionaler Arbeitsmobilität durchgeführt werden. Dabei geht es sowohl um Mobilität innerhalb Ostdeutschlands als auch zwischen Ost- und Westdeutschland. (Aus diesem Grund – und auch wegen des Vergleichs mit Westdeutschland – muss die Stichprobe unabdingbar Ost- und Westdeutschland umfassen).

Drittens soll der Öffentlichkeit ein Internet-basiertes Angebot bereitgestellt werden, das interessierten Institutionen und Personen Informationen über die Daten und ihr Analysepotenzial vermittelt und außerdem Personen, die die Erlaubnis zur Datennutzung erhalten haben, Anleitung zur Auswertung gibt.  

Das Projekt ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Leipzig, Institut für Soziologie, und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB). Es wird durchgeführt im Rahmen des Forschungsschwerpunktes des BMBF „Konzeption und Erprobung problemorientierter regionaler Berichtssysteme für eine nachhaltige Entwicklung“.  

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